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Constantin Grosch in rotem-weißen Karohemd Foto: Constantin Grosch

Vita

Erfahrung & Engagement

Am 26. August 1992 bin ich in Hanau geboren. Seit 2000 lebe ich nun in Hameln und besuchte erst die Klütschule und dann die heute nicht mehr existierende Orientierungsstufe West. Im Anschluss konnte ich aufgrund fehlender behindertenfreundlicher Schulen leider kein Gymnasium in Hameln besuchen und absolvierte daher meinen erweiterten Realabschluss an der Theodor-Heuss. Mein Abitur legte ich dann an der Handelslehranstalt ab. 2012 zog ich für fünf Jahre zwecks Studium nach Bielefeld. Dort studierte ich Rechtswissenschaften, welches ich nach dem Grundstudium allerdings gegen Soziologie eintauschte. Mein Studium finanzierte ich durch einen Nebenjob als studentische Hilfskraft am Cognitive Interaction Technology – Center of Excellence (CITEC) sowie durch eine Selbstständigkeit, die ich 2016 aufnahm und bis heute fortführe. 2017 kehrte ich ins Weserbergland zurück und bewohne seitdem einen kleinen Bungalow in der Hamelner Nordstadt. Seit 2020 arbeite ich als politischer Referent und Projektleiter beim Sozialhelden e. V.

Aufgrund meiner Behinderung habe ich mir im Gegensatz zu den meisten Gleichaltrigen schon früh andere Hobbys als Fußball oder ähnliche Sportarten gesucht. Geistigen Wettstreit fand ich im Hamelner Schachverein, für den ich mehrere Jahre in verschiedenen Jugendmannschaften aktiv war. Später in meiner Schulzeit fing ich an, mich politisch zu engagieren: zunächst für die Piratenpartei, für die ich 2011 in den Kreistag einzog und seit 2015 für die SPD. 2016 und 2021 wurde ich jeweils wiedergewählt und darf der SPD-Fraktion seit 2019 als dessen Vorsitzenden vorstehen. In diesem Zuge konnte ich wichtige Entwicklungen bei den "Öffis", also der Verkehrsgesellschaft Hameln-Pyrmont mbH, beeinflussen, in deren Aufsichtsrat ich seit über 10 Jahren tätig und dessen Vorsitzender ich seit 2016 bin.

Seit vielen Jahren engagiere ich mich aber auch in der aktiven Behindertenbewegung. 2013 initiierte ich die bis dato größte Online-Petition mit letztlich über 300.000 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner. Sie richtete sich gegen ein in Teilen bis heute bestehendes Einkommens- und Vermögensverbot für behinderte Menschen. Mit befreundeten Aktivistinnen und Aktivisten gründete ich daraufhin die bundesweit aktive Aktionsplattform AbilityWatch e. V. Als deren Vorsitzender begleitete ich alle relevanten Bundesgesetzgebungen der letzten Jahre: vom Bundesteilhabegesetz über das Intensivpflege- und Rehastärkungsgesetz bis hin zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Im Jahr 2020-21 führte ich mir weiteren Betroffenen erfolgreich eine Verfassungsbeschwerde für eine transparente Triage-Regelung an.

Auch in anderen Institutionen, besonders in der Gesundheitspolitik, engagiere ich mich stark. Zu meinen weiteren Tätigkeiten zählen:

  • Kuratorium zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderung e. V. - Vorsitzender (2013-2016), Kassenwart (seit 2016)
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) - Patientenvertreter (seit 2016)
  • Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e. V. (DGM) - Mitglied des Bundesvorstands (seit 2017)
  • Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS) - Mitglied des Vorstandes (seit 2019), stellv. Vorsitzender (seit 2020)
  • ehrenamtlicher Sozialrichter (seit 2020)
  • Niedersächsischer Landkreistag - stellv. Präsidiumsmitglied (seit 2022)